![]() eBay e-Mail vom 30.12.1899 - ob heutige Antworten mit dem damaligen System kompatibel sind? Allgemeines - Kapitel aus "Wichtige Pressemitteilung" von GLÖCKELDer Aufwand, der mit der Konzeption und Administration von Pressemitteilungen verbunden ist, um ein Resultat zu erzielen, das man dann durch die Datenleitung schicken kann, ist nicht unerheblich. Je nach der zu offerierenden Thematik muß einmal der richtige Ansprechpartner gefunden werden. Planlos Aussendungen an alle möglichen Redaktionsanschriften vorzunehmen, ist nicht wirklich effektvoll. Aus der eigenen Praxis habe ich die Lehre gezogen, daß die Suche nach einem sachlich zuständigen Redaktionsmitglied schon eher zum Erfolg führt. Wesentlich ist auch die Eingrenzung der Zielgruppe, die für die Thematik in Frage kommt, auf die Sie aufmerksam machen möchten. Um beim Beispiel mit der IT-Programmierung, wie Eingangs erwähnt, zu bleiben, sind Tageszeitungen wohl weniger der richtige Ansprechpartner, obwohl gelegentlich auch dort eher allgemein gehaltene Veröffentlichungen vorgenommen werden. Redaktionen von Computerzeitschriften bzw. einschlägigen Online-Magazinen können dankbare Abnehmer von derlei Informationen sein. Es ist zwar richtig, daß es mühselig sein kann, sich telephonisch durchzufragen, jedoch finden Sie am anderen Ende der Leitung wahrscheinlich einen kompetenteren Ansprechpartner. Bei einer eigenen Buchvorstellung beschritt ich zuvor den Weg an sämtliche großen Redaktionen vom Drucker direkt Rezensionsexemplare mit Brief und Kontaktmöglichkeit zu verschicken. Im Falle eines großen Medienhauses eines Nachrichtenmagazins in München fragte ich nach einiger Zeit telephonisch bezüglich einer etwaigen Publizierung nach. Über 800 Leute wären dort im Haus beschäftigt wurde mir mitgeteilt und niemand konnte feststellen, wer das Buch letztlich entgegengenommen hätte. Vielleicht war meine Vorgangsweise auch etwas blauäugig, aber wir alle lernen täglich dazu. In einem anderen Fall kontaktierte ich ein Redaktionsmitglied einer Monatszeitschrift, das nach der geschilderten Thematik des Buchinhaltes eine Veröffentlichung vornehmen wollte. Es kam nicht dazu, weil der Chefredakteur sich dagegen aussprach. Die Möglichkeiten einzelner Journalisten hören dort auf, wo die nächst höhere hierarchische Ebene einen gegenteiligen Standpunkt einnimmt. Es gibt auch die Option, Presseaussendungen durch beauftragte Unternehmungen verbreiten zu lassen. Eingesessene Dienstleister haben die richtigen und kompetenten Redaktionsstellen im Verzeichnis, was Ihnen als Auftraggeber wenigstens die Gewährleistung bringt, daß die Meldung auf dem richtigen Schreibtisch landet. Diese Dienste lassen sich die Agenturen jedoch auch entsprechend bezahlen. Grundsätzlich kann man Anbieter unterscheiden, die Aussendungen selbst redaktionell für Kunden konzipieren und erstellen sowie die Gruppe, die Texte ohne eigene Überarbeitung 1:1 zum Versand bringen. Die Redaktionen der Medien wissen solche Absender entsprechend zu unterscheiden. Große Firmen beziehungsweise Konzerne verfügen über eigene Presseabteilungen, die einschlägig geschult sind bzw. sein sollten. Die vorliegenden Erfahrungen bezüglich der mangelhaften PR-Mitteilungen können auch auf den Umstand zurückzuführen sein, daß die Zunahme des elektronischen Schriftverkehrs und der damit einhergehenden Notwendigkeiten der Gestaltung für Redaktionen vielen Firmen nicht bekannt sein dürfte. Es kann nicht davon ausgegangen werden, daß ihrerseits wissentlich solch aufgezeigte Fehler begangen werden. Es wird auch Zeitdruck Teil der Ursache sein, der jedoch keine Entschuldigung sein darf. Gerade im Bezug auf die Korrespondenz zwischen Firmen und Presse sind die Grunderfordernisse nur eine geringe Anzahl von Sachpunkten und keine weltumfassende Thematik. Wenn jedoch, wie ebenfalls aufgezeigt, sich ein Konzern einer Person in leitender Stelle bedient, weil deren Namen in einem ganz anderen Zusammenhang als der fachlichen Qualifikation Bedeutung hat, dann sind die vorliegenden Aussendungen ein Armutszeugnis und zeigen deutlich auf, daß mit einem Namen alleine noch nichts gewonnen ist. Doch eines zeigt die redaktionelle Praxis schon ganz deutlich auf: wenn Ihre Presseaussendung:
dann stehen Ihre Chancen auch im täglichen redaktionellen Alltag höher, wahrgenommen zu werden und nicht Gefahr zu laufen, unbemerkt im Mistkübel zu landen. © - Copyright bei Walter Egon Glöckel 2006-2008 |
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