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Bilder und andere Datein

Die virtuelle Hinrichtung - Kapitel aus "Wichtige Pressemitteilung" von GLÖCKEL

Voransicht der e-Mails am Server
Voransicht der Pressemeldungen am Server

Es gibt einen Aspekt, der mit der Aussendung von Pressemitteilungen verbunden ist, der den Absender zum Feind hochstilisieren kann. Die Hinrichtung der Nachricht erfolgt ersatzweise, weil der Absender nicht unmittelbar greifbar ist.

Sie haben es für gut und richtig erachtet, von der letzten Veranstaltung gleich ein paar gelungene Photos mit der e-Mail als Attachement mitzuschicken oder auch andere Dateianhänge, die unbedingt gesehen werden müssen. Alles in der Hoffnung, daß vielleicht eine Abbildung zur Veröffentlichung gelangt? Wie hoch war Ihre Trefferquote, wenn Sie nicht durch Werbekooperationen mit dem Medium verbunden sind, eine persönliche Bekanntschaft zu einem Redaktionsangehörigen haben oder gelegentlich eine Hand die Andere wusch? Wenn keiner dieser Punkte zutreffen sollte, dann die Praxis:

Der Empfänger verfügt aller Wahrscheinlichkeit nach über ein e-Mail-Programm, das keine Voransicht der Mails auf dem Server ermöglicht. In der Regel wird die Post bei den meisten Anwendern automatisiert innerhalb voreingestellter Zeitrhythmen vom Server abgerufen. Wenn dann eine e-Mail dabei ist, die ein Attachement beinhaltet, die grundsätzlich wegen der Virengefahr mit Vorsicht genossen wird und die dann gezogen/geladen wird (gezogen = User-Ausdruck für die e-Mail-Abholung vom Server), dann kann Freude aufkommen. Diese zweifelhafte Freude ist variabel und hängt mit dem von Ihnen verschickten Datenvolumen zusammen. Es kann aber bewirken, daß Sie dem Empfänger in unliebsamer Erinnerung bleiben. Meinten Sie es besonders gut und haben eine hohe Auflösung für ein Printmedium geschickt, welches Vorzugsweise mit 300dpi angefertigt wurde, dann hat der Empfänger, je nach eigenem System bei einigen Bildern folgende Möglichkeiten:

Er kann auf die Toilette gehen, einen Kaffee holen, vorsorglich den Netzwerkadministrator verständigen weil das System zusammenbrechen wird, der Download wird automatisch wegen der voreingestellten Zeitüberschreitung oder ebenfalls wegen programmtechnischer Einstellung der Überschreitung des zulässigen Datenvolumens abgebrochen. Der Systemzusammenbruch des Empfängers ist das Schlimmste, was Ihnen passieren kann und hängt auch von dessen Hardware ab. Für große Medienhäuser ist das Datenvolumen nicht ausschlaggebend, aber von der potentiellen Virengefahr sind alle Medien gleichsam betroffen. Was denken Sie, ist die Folge? Ihre Absender-Adresse landet wieder einmal im Filter. Wohl kaum eine betroffene Redaktion wird Ihnen davon berichten, diese Vorgänge werden allerhöchstens im engen Kreis bei einem Plauscherl bis hin zur Redaktionssitzung intern verbreitet und nur informell ausgetauscht. Resultat für Unternehmen: Je größer die Firma, desto peinlicher solche von ihr verursachten Vorkommnisse, die manchmal ein Kopfschütteln bis hin zu Zornausbrüchen der Betroffenen zur Folge haben. Die Elektronik macht es möglich heute e-Mails auf Pocket Computern oder Laptops abzurufen, über die viele Medienmitarbeiter verfügen. Die Speicherkapazitäten sind dort teilweise sehr eingeschränkt. Welchem Empfänger dies auch passiert ist, ein zweites Mal ist fast ausgeschlossen – sprich: Filter. Bilder sendet man nur gegen vorangegangenen Aviso, bei Aufforderung oder Vereinbarung. Fragen Sie Ihren Kontaktpartner bei dem Medium nach seiner eigenen e-Mail-Adresse. Senden Sie diese an einen allgemein zugänglichen Adressaten einer Redaktion und der ziehende User ist über Ihre Sendung nicht informiert, dann tritt wieder zuvor beschriebene Ereigniskette ein.

Den Vogel hat wieder besagter Konzernteil abgeschossen, weil die von dort eintreffenden e-Mails nicht nur permanent über ein Datenvolumen verfügen, das dem eines Computerprogramms entsprechen, sondern auch andere Fehler beinhalten. (Siehe Faksimile zu Kapitelbeginn) Wie dort deutlich zu erkennen ist, umfassen die ersten drei Aussendungen eine Datengröße von bis über 2,7 MB. Die letzten beiden Mails sind Spam (Werbe-Mails), die hinsichtlich der Datengröße einer kurzen Textmail entsprechen. Auch keine unbekannten Belange, wenn es um Viagra oder abstruse Penisverlängerungen geht.

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