
Die Unlesbare - Kapitel aus "Wichtige Pressemitteilung" von GLÖCKEL
Nur selten flattern völlig unlesbare Pressemeldungen in die Redaktion, doch auch so etwas ist möglich. Vordergründig hängt dies mit der Einstellung des e-Mail-Klienten des Absenders zusammen. Bei der zuvor dargestellten Nachricht wurden Graphiken mitgeschickt, die aus Sicherheitsgründen von unserem Programm als Attachement im eigenen Ordner isoliert wurden.
In den letzten zwei Jahren hat die Gewohnheit zunehmend um sich gegriffen, beispielsweise das Firmenlogo in das e-Mail-Briefpapier zu integrieren. Der Absender geht davon aus, daß dies bei dem Empfänger einen guten Eindruck macht. Grundsätzlich sollte man berücksichtigen, daß jede Art von Graphikdarstellung ein höheres Datenvolumen zur Folge hat. Dann kommt es auch vor, daß klein wirkende Firmenlogos doch über ein großes Datenvolumen verfügen, da der Absender eine notwendige Komprimierung entweder vergessen oder unzureichend vorgenommen hat. Mögen Firmenembleme im normalen Geschäftsverkehr ein gutes Bild machen, so stellen sie für Redaktionen ein unnötiges Datenvolumen dar und sind eher abzulehnen. Aber auch ohne den Versand von Attachements passiert es sporadisch, daß Presseaussendungen auf dem Bildschirm in ihrem HTML-Code angezeigt werden. In der Praxis sieht man als Empfänger dann nicht nur den Worttext, sondern alle programmierten Formatierungen auf dem Bildschirm. Aus solchen e-Mails dann die Nachricht herauszulesen wäre ein sehr aufwendiges Unterfangen und wird in der Praxis auch nicht vorgenommen. Ein einziges Mal habe ich den Absender darauf aufmerksam gemacht und erhielt in Folge eine "richtige" e-Mail. Die Kontaktaufnahme erfolgte jedoch nur, weil ein besonderes Interesse an der Aussendung bestand, was aber nicht den Regelfall darstellt.
Von fehlerhaften Konfigurationseinstellungen des Programms des Absenders zeugt auch diese Presseaussendung, wobei die HTML-Codierung des Namens André in der e-Mail-Ansicht im Header aufscheint:

Faksimile einer Pressemeldung
Wie hier gezeigt, präsentiert sich solch eine e-Mail dem Betrachter nach Öffnung, wenn der Inhalt im falschen Format verschickt wurde. Eine Fleißaufgabe, der kaum jemand nachkommt, um den reinen Informationsinhalt herauszufiltern:
 Merke: Das eigene, vielleicht neue e-Mail-Programm, ist auf seine Konfigurationseinstellungen vor Massenversand zu überprüfen. Es empfiehlt sich durch Versendung einer Test-e-Mail, möglichst auf einen externen Account, eine Sichtüberprüfung vorzunehmen.
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