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Was an wen und wie?

Empfängermodi - Kapitel aus "Wichtige Pressemitteilung" von GLÖCKEL

zur 1. Seite dieses Kapitels Alle durch Adresseingabe in der Spalte "AN" oder "CC" angeführten Empfänger sind für alle Empfänger ersichtlich. Sowohl mit deren Namen als auch mit der vollständigen e-Mail-Adresse. Dies hat unterschiedliche Nachteile wie beispielsweise:

.) e-Mail-Klienten mit entsprechenden Konfigurationseinstellungen, können diese Nachricht als SPAM interpretieren und, sofern vom Nutzer oder Netzwerkadministrator eine Voreinstellung erfolgte, wird eine automatisierte Löschung vorgenommen;

.) Jeder der Empfänger kann so an Daten gelangen, die für unterschiedlichste Zwecke genutzt und auch mißbraucht werden können. Sie mögen es wohl kaum glauben, aber das reicht bis hin zum Verkauf bei eBay. Dort habe ich bereits vor 2 Jahren für eine handvoll Euro für eine Recherche eine Liste mit e-Mail-Adressen von Medien erworben. Stellen Sie eine Ihnen anvertraute e-Mail-Adresse mit einer Mobiltelephonnummer gleich - kämen Sie auf die Idee, diese ohne Rückfrage weiterzugeben oder zu veröffentlichen? Postfach-Adressen von Medien und Medienmitarbeitern, noch dazu abseits der bekannten Kontaktadressen, die veröffentlicht sind, sind begehrt bei mancher Klientel;

.) Solche Versandarten können auch in Anbetracht behördlicher Überwachungsmaßnahmen Nachteile in sich bergen - sie schaffen Transparenz und zeigen auf, wer mit wem in Kontakt steht. Nicht alle Pressemeldungen enthalten nur unsensible Informationen;

.) Unlustiger kann die Angelegenheit auch werden - so geriet in der Vergangenheit ein deutscher Journalist im Zusammenhang mit Kinderpornographie in die Schlagzeilen. Es dürfte wohl hinlänglich bekannt sein, daß eine Sicherstellung von Computer und Kontrolle der Festplatte zum Standardprocedere der Behörden gehört. Hausbesuche vom Freund und Helfer sind da sicherlich nicht auszuschließen, wenn Ihre e-Mail-Adresse in dessen System aufscheint;

Sollten all diese angeführten Punkte noch immer nicht ausreichen, Sie zu einem Umzudenken zu bewegen, dann können vielleicht zwei andere Punkte motivierend wirken:

.) Die bereits angesprochenen e-Mail-Würmer breiten sich von Adressat zu Adressat selbstständig aus - ob viel Freude aufkommen wird, wenn das Schneeballsystem zu laufen beginnt und Sie wegen einer derartigen Versandart betroffen sind, läßt sich bezweifeln, und zuletzt:

.) Auch wenn jeder Empfänger weiß, daß eine Presseaussendung nicht an sein Medium alleine gerichtet ist, so kann dennoch Hoffnung bestehen, zu den ersten zu gehören, die eine Publizierung vornehmen. Wie oft haben Sie die Frage schön gehört: "Mit wem haben Sie bereits darüber gesprochen?", oder "Hat sich bei Ihnen schon der XY gemeldet?". Wenn Sie für alle Empfänger ersichtlich wie in einem zweiten hier gezeigten Fall 104 Medien namentlich aufschienen lassen, was denken Sie? - alle werden begeistert sein und bei dieser Exklusivität selbstverständlich mit im Rennen liegen wollen? Im schlechtesten Falle geht jeder davon aus, daß ein anderer vielleicht darüber berichten wird. Es kann Ihnen passieren, daß der Inhalt Ihrer Pressemitteilung als 3-Zeiler herhält um ein Rubrikenloch zu schließen. Dafür haben Sie sich jedoch die Arbeit sicherlich nicht gemacht.

Faksimile
Diese Presseaussendung erhielten 104 Medien im gesamten europäischen Raum

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